Telefonkosten reduzieren und Anbieter wechseln


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Bei einer Überprüfung der monatlichen Ausgaben kann sich schnell herausstellen, dass die Kosten für Telefonie und Internet einen großen Teil der Gesamtausgaben ausmachen. Aber auch hier lassen sich die Aufwendungen unter Umständen deutlich reduzieren, indem man seine Gewohnheiten analysiert und versucht dem gegenwärtigen Tarif anzupassen oder aber den Tarif und eventuell gleich den Telefonanbieter wechselt, um diesen den eigenen Gewohnheiten anzupassen. Allerdings sollte man sich nicht vorschnell für den vermeintlich „günstigsten Anbieter" entscheiden, sondern zuvor einige grundsätzliche Überlegungen anstellen, das Kleingedruckte gründlich lesen und auch verstehen. Im Folgenden werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Telefonkosten in bestimmten Fällen senken lassen und es werden die Stolpersteine erläutert, die bei einem Anbieterwechsel unbedingt umgangen werden sollten.


Telefonkosten senken ohne Anbieterwechsel


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"Billig Vorwahl":

Für Inhaber eines Festnetzanschlusses bei der Deutschen Telekom besteht die Möglichkeit, die Verbindungskosten durch eine Billigvorwahl (Call-by-Call) zu senken. Dafür wird vor der eigentlichen Telefonnummer die Nummer des Call-by-Call Anbieters gewählt. Telefoniert wird dann zum Tarif des Call-by-Call Anbieters der seinerseits die Kosten mit der Telekom verrechnet. Der Kunde bezahlt das Gespräch dann über seine ganz normale Telefonrechnung. Wer den Service einer Billigvorwahl in Anspruch nimmt, sollte sich aber immer über die aktuellen Tarife informieren, denn häufig werden diese kurzfristig erhöht und der Kunde zahlt am Ende mehr als bei seinem ganz normalen Telefontarif. Damit das zumindestens nicht mehr heimlich passieren kann, ist den Call-by-Call Diensten seit dem 1 August 2012 gesetzlich vorgeschrieben, vor Gesprächsbeginn die kompletten Kosten der Verbindung anzusagen. Zu beachten ist außerdem, dass Service-Rufnummern (0137, 0138, 018, 0180, 01888, 0900, 0700) nicht per Call-by-Call angewählt werden können.


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IP-Telefonie:

Skype ist eine kostenlose Software zur Internettelefonie (Voice over IP, kurz VoIP) der Firma Microsoft. Die Gesprächspartner benötigen dazu einen halbwegs schnellen Internetanschluss (ab 100 kbit/s) und ein Kopfhörer-Headset mit Mikrofon (ab ca. 5€ im Handel erhältlich). Bei schnelleren Internetanschlüssen sind auch Videoanrufe und Gruppengespräche möglich. Da man per Skype nur angerufen werden kann, während das Programm und somit der Computer eingeschaltet ist, eignet sich die Software kaum um einen normalen Telefonanschluss zu ersetzten. Ebenfalls nachteilhaft ist, dass man nur von Leuten angerufen werden kann, die ebenfalls Skype verwenden und nicht von einem gewöhnlichem Telefonanschluss. Allerdings kann diese Software, insbesondere für längere Gespräche mit Freunden oder Verwandten, eine nützliche Ergänzung sein. Auch bei der Kommunikation mit Gesprächspartnern im Ausland kann durch den Einsatz der Software u.U. Geld gespart werden. Skype kann hier heruntergeladen werden.


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SMS-Alternative:

Wer viele SMS schreibt und ein Smartphone mit mobilem Internetanschluss besitzt, kann unter Umständen durch den Einsatz der Software „WhatsApp" seine Ausgaben reduzieren. Das Programm ist im Google Play Store kostenlos erhältlich und kostet in Apples App Store 0,79€. Mit dem Programm können Nachrichten und Dateien (z.B. Bilder) kostenlos versendet werden. Zu beachten ist allerdings, dass das Ganze natürlich nur funktioniert, wenn der Empfänger ebenfalls WhatsApp installiert hat.


Telefonanbieter wechseln


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Der Wechsel zu einem günstigeren Telefonanbieter kann eine Menge Kosten sparen. Allerdings gibt es viele Dinge, die im Vorfeld bedacht und abgeklärt werden sollten, damit der Wechsel ohne Probleme verläuft und man am Ende auch wirklich den günstigsten Tarif gefunden hat.




Vertragslaufzeit:

Leider kann man Telefon- und Internetanbieter nicht jederzeit wechseln, sondern muss die Vertragslaufzeit des alten Anbieters einhalten. Wie hoch diese ist, lässt sich dem bestehenden Vertrag entnehmen. Ebenfalls wichtig ist, dass für die Kündigung in der Regel eine Frist eingehalten werden muss. Der neue Vertrag sollte dann exakt ab dem Datum beginnen, an dem der Alte ausläuft. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man sich die Kündigung vom alten Anbieter schriftlich bestätigen lassen oder besser noch dem neuen Telefonanbieter überlassen.


Eigene Nutzung:

Um den günstigsten Tarif zu finden ist es unerlässlich die eigenen Nutzungsgewohnheiten zu kennen. Man sollte wissen wann, wie viel und wohin man telefoniert. Wie viele Orts- und wie viele Ferngespräche werden wann geführt? Wie häufig und lange wird ins eigene oder in fremde Mobilfunknetze telefoniert? Wie viele SMS werden monatlich versendet? Bei mobiler Internetnutzung sollte man außerdem ungefähr wissen, wie hoch das monatlich verbrauchte Datenvolumen ist.


VoIP Anschlüsse:

Manche Anbieter benutzen für die Übertragung der Gesprächsdaten den Internetanschluss. Technisch funktioniert das ähnlich wie Skype, nur eben mit einem richtigen Telefon, auf dem man jederzeit von überall aus angerufen werden kann. Die Nachteile hierbei sind lediglich, dass die Gesprächsqualität bei gleichzeitiger Nutzung des Internet für andere Dinge etwas eingeschränkt sein kann und das bei einer technischen Störung des Internetanschlusses auch das Telefon nicht mehr funktioniert. Auch kann es sein, dass die eigene Telefonnummer nicht behalten werden kann. Wer das nicht möchte sollte darauf achten, keinen Anbieter der VoIP-Anschlüsse verwendet, zu wählen (Kleingedrucktes lesen).


Rufnummernmitnahme:

Wer seinen Telefonanbieter wechselt möchte deswegen meistens nicht unbedingt eine neue Telefonnummer bekommen. Bei Festnetzanschlüssen ist die Rufnummernportierung kostenlos. Bei VoIP-Anschlüssen ist eine Rufnummernportierung oftmals überhaupt nicht möglich und bei Mobilfunkrufnummern kostet die Mitnahme der alten Telefonnummer für gewöhnlich ca. 25€. Bei einigen Anbietern ist die Rufnummernmitnahme von einem Handy mit Laufzeitvertrag zu einem Prepaid-Handy nicht möglich.


Internet Festnetz:

Meistens ist es sinnvoll Telefon- und Internetanschluss vom selben Anbieter zu beziehen, da beides zusammen für gewöhnlich am günstigsten angeboten wird. In Bezug auf den Internetanschluss sollte man sich vorher überlegen, welche Verbindungsgeschwindigkeit benötigt wird und ob diese auch am eigenen Wohnort verfügbar ist. Während es in fast allen deutschen Großstädten flächendeckend DSL gibt, sind in ländlichen Gegenden noch viele weiße Flecken auf der Karte. Die Verfügbarkeit kann auf der Internet Seite des neuen Anbieters durch Eingabe der Postleitzahl geprüft werden. Bei der Wahl eines Flatrate Tarifs, sollte man sehr genau das Kleingedruckte lesen, um auch wirklich eine echte Flatrate zu erhalten. Einige Anbieter verkaufen Tarife mit einem eingeschränkten monatlichen Datenvolumen ebenfalls als Flatrate.


Internet mobil:

Beim mobilen Internet gibt es seit Einführung des LTE-Standards ebenfalls Tarife mit sehr schnellen Verbindungen. Allerdings sind diese nur bedingt sinnvoll, da es beim mobilen Internet keine echten Flatrates gibt. Hier ist darauf zu achten einen Tarif zu wählen, bei dem nach Überschreiten des monatlichen Datenvolumens keine extra Kosten anfallen, sondern nur die Verbindungsgeschwindigkeit gedrosselt wird. Darüber hinaus können kostenlose Apps wie der "3G Watchdog" für Android oder "My Data Manager" für das Iphone dabei helfen, das eigene verbrauchte Datenvolumen im Auge und somit unter Kontrolle zu halten.


Netzabdeckung:

Eine wichtige Frage beim Wechsel des Mobilfunkanbieters ist die der Netzabdeckung. Allerdings verliert diese Frage zunehmend an Bedeutung, da die Netze immer weiter ausgebaut werden. In einigen ländlichen Gebieten kann es dennoch Funklöcher geben. Bei der Verfügbarkeit von mobilem Internet sind die Versorgungslücken teilweise noch größer. Im Folgenden findet man die Netzabdeckungskarten der deutschen Mobilfunknetze O2, eplus, Telekom (D1) und Vodafone (D2) . Die kleineren Mobilfunkanbieter verfügen über keine eigenen Netze, sondern nutzen die Netze der Großen. Welches Netz jeweils genutzt wird, ist den Webseiten der Anbieter zu entnehmen.


Anbietervergleich:

Um den günstigsten Anbieter zu finden bieten sich allerhand Online-Vergleichsportale an. Aufgrund der guten Übersichtlichkeit sowie der durchweg sehr guten Kundenbewertungen empfehlen wir an dieser Stelle TopTarif*. Hier lassen sich sowohl DSL- und Festnetztarife als auch Mobilfunktarife mit wenigen Klicks selbsterklärend und sehr einfach vergleichen.



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