Heizkosten senken


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An allen entstehenden Wohnnebenkosten, haben die Heizkosten den mit Abstand größten Anteil. Dies ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen. Die Temperaturen sinken in Deutschland häufig für einen großen Zeitraum des Jahres sehr weit ab und die Erzeugung von Wärme ist grundsätzlich sehr energieaufwendig. Hinzu kommt, dass die Fossilen Brennstoffe wie beispielsweise Öl und Gas immer knapper und immer teurer werden. Ein weiterer Grund ist, dass viele Häuser und Wohnungen nur unzureichend wärme-isoliert sind und somit ein großer Teil der Wärme einfach „verpufft“. Und zu guter Letzt wäre da noch der verschwenderische Umgang mit Heizwärme, den viele Leute entweder aus Unwissenheit oder Nachlässigkeit betreiben. Und genau hier lässt sich sehr einfach und effektiv ansetzten um die Heizkosten um bis zu 20% zu senken. Durch die konsequente Einhaltung einiger weniger Grundsätze kann die nächste Heizkostenrechnung schon deutlich geringer ausfallen.


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Thermostat runter-regeln:

Dieser Tipp ist so banal wie effektiv. Jedes Grad Celsius höhere Raumtemperatur verursacht ca. 5% mehr Heizkosten. Wer also die Temperatur im Wohnzimmer von 22°C auf 20°C absenkt kann sich schon mal über 10% Einsparungen freuen.


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Rechtzeitig abschalten:

Wird der Heizkörper abgeschaltet, bleibt er trotzdem noch für eine gewisse Zeit warm. Auch die Raumluft kühlt sich je nach Isolierung der Türen und Fenster und der Außentemperatur erst nach einer Weile runter. Es macht also Sinn, die Heizung schon einige Zeit vor dem längeren Verlassen des Hauses oder Raumes runter zu drehen. Bei Minusgraden im Winter sollte man die Heizung in den Wohnräumen allerdings nie komplett ausschalten, weil ansonsten die Wände zu stark auskühlen und das erneute Heizen auf die gewünschte Temperatur dann mehr Energie kosten würde, als eine bestimmte Temperatur durch eine leicht aufgedrehte zu Heizung zu erhalten.


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Richtiges Lüften:

Ein permanent gekipptes Fenster bei eingeschalteter Heizung ist eine enorme Energieverschwendung. Wesentlich sinnvoller ist es ab und zu die Heizung abzuschalten und das Fenster für einige Minuten komplett zu öffnen. Auf die Art werden nicht nur Heizkosten gesenkt sondern auch die Gefahr von Schimmelbildung reduziert. Wenn man bedenkt wie kostenintensiv die Beseitigung von Schimmelbefall werden kann, spart diese Verhaltensregel unter Umständen gleich doppelt.


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Freistehender Heizkörper:

Der Heizkörper sollte nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Mindestens 50 cm Abstand zum nächsten Möbelstück sind ratsam.


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Fensterspalten isolieren:

Besonders Holzfensterrahmen neigen dazu, sich nach einigen Jahren stark zu verziehen. Durch die dabei entstehenden kleinen Spalten entweicht eine große Menge der warmen Heizungsluft. Um diese Fugen effektiv abzudichten gibt es in jedem Baumarkt selbstklebende Isolierstreifen aus Schaumstoff oder Gummi.


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Heizungsrohre Isolieren:

Durch frei-liegende Rohre einer Heizungsanlage, beispielsweise im Keller oder Flur eines Hauses entstehen hohe Energieverluste. Entsprechende Rohre mit Isolierschläuchen aus hitzebeständigen Kautschuk oder Polyethylen (PE) abzudichten, erfordert weder großen Aufwand noch verursacht es hohe Kosten. Die Isolierschläuche gibt es ab ca. 1€ pro laufenden Meter im Baumarkt und die Anbringung ist sehr simpel.


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Heizwärme reflektieren:

Spezielle Reflektionsfolie, die zwischen Heizkörper und Wand angebracht wird, spart bis zu 35€ pro Jahr und Heizkörper. Die vom Heizkörper produzierte Wärme wird von der Folie in den Raum zurück geworfen und es entstehen keine Energieverluste durch die (hinter Heizkörpern meistens etwas dünnere) Außenwand. Der Preis der Folie, die in jedem guten Baumarkt erhältlich ist, beträgt ca. 15 - 20 Euro pro Stück.


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Modernes Thermostat:

Ein programmierbares Thermostat regelt die eingestellten Temperaturen voll automatisch. Das spart nicht nur Heizkosten sondern erhöht auch den Komfort. So lässt sich beispielsweise einstellen, dass die Heizung bevor man von der Arbeit nach Hause kommt aufdreht und Nachts selbständig abdreht. Allerdings lohnt sich ein solches Thermostat aufgrund der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten (ab ca. 35€ im Baumarkt), nur für größere Räume in denen man sich häufiger aufhält wie z.B. das Arbeits- oder Wohnzimmer.


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Kostenlose Energieberatung:

Die Energieberatung bei den Verbraucherzentralen ist für Bezieher von Arbeitslosengeld 2, BaföG oder Wohngeld in allen Bundesländern kostenlos. In Rheinland Pfalz ist diese Leistung grundsätzlich kostenlos und in anderen Bundesländern muss aufgrund der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium nur eine geringe Kostenbeteiligung (ca. 10 -30€) gezahlt werden.


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Bautechnische Maßnahmen:

Für Hauseigentümer besteht auch die Möglichkeit durch verschiedene bautechnische Maßnahmen, die im wesentlichen einer besseren Wärmeisolierung dienen, die Heizkosten zu drücken. Auch der Austausch der Heizungsanlage gegen ein System mit kostengünstigeren Brennstoffen (z.B. Holzpellets) kann langfristig Geld sparen. Allerdings haben alle diese Maßnahmen die Gemeinsamkeit, zunächst einmal sehr viel Geld zu kosten und sich erst nach mehreren Jahren zu amortisieren. Die Frage wann, ob und für wen sich welche Maßnahmen lohnen ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem sind Art, Zustand und Lage der Immobilie genauso zu berücksichtigen wie die finanzielle Situation des Eigentümers. Wer eine derartige Investition plant, sollte sich zuvor sehr gründlich, individuell und unabhängig beraten lassen.



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