Wasserverbrauch senken


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Über den Umweltschutzaspekt des Wasser Sparens gibt es geteilte Meinungen. Schließlich ist die jährliche Niederschlagsmenge in Deutschland mehr als hoch genug. Sinkende Grundwasserstände haben meistens andere Ursachen (Flächenversieglung) und Wasser welches hier eingespart wird, käme ohnehin nicht den wasserknappen Regionen in der dritten Welt zugute. Einige Experten sind sogar der Meinung, dass Wasser sparen schädliche Nebenwirkungen hat. So würden durch die geringeren Durchflussmengen Abwasserrohre häufiger verstopfen und auch die Keimbildung in den Abflussrohren würde durch weniger durchfließendes Abwasser begünstigt. Dennoch ist es so, dass für die Wasserversorgung sehr niedrige Grundpreise dafür aber hohe Verbrauchspreise pro Kubikmeter anfallen. Von daher ist der finanzielle Aspekt unstrittig. Leitungswasser kostet nun mal Geld, und während es mittlerweile recht einfach ist den Gas- oder Stromanbieter zu wechseln, ist das beim Wasserversorger nicht möglich. Die Kosten der Wasserversorgung lassen sich durch eine Reduktion des Verbrauchs dennoch senken.


Wasser sparen im Haushalt


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Die Spartaste:

Die meisten modernen Spülkästen verfügen über eine Spartaste, die bei „kleinen Geschäften“ weniger Wasser durchlaufen lässt. Ist noch ein älterer Spülkasten verbaut, kann für weniger als 10€ eine Stopp-Vorrichtung nachgerüstet werden. Der Einbau ist unkompliziert und normalerweise wird auf der Verpackung die Einbauanleitung gleich mitgeliefert. Ansonsten kann der Verkäufer in einem guten Baumarkt ebenfalls erklären, wie die Stopp-Vorrichtung einzubauen ist.


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Tropfende Wasserhähne:

Ein tropfender Wasserhahn verschwendet im Jahr bis zu 500 Liter Wasser und mehr. Das Ausmaß der Wasserverschwendung kann ganz einfach ermittelt werden, indem ein Messbecher für eine Stunde unter den tropfenden Wasserhahn gestellt wird. Die gemessene Wassermenge wird mit 24 multipliziert, um die Gesamtmenge eines Tages zu errechnen und dieser Wert wiederum wird mit 365 multipliziert, um die Menge eines Jahres zu ermitteln. Meistens lässt sich das Problem schon durch das Ersetzen eines defekten Dichtungsringes, den man für weniger als 1€ im Baumarkt bekommt, lösen.


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Wasser abstellen:

Weder beim Zähneputzen noch während des Einseifens unter der Dusche muss das Wasser laufen. Wer hier den Wasserhahn konsequent zudreht spart 20 Liter oder mehr am Tag.


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Duschen statt Baden:

Ein Bad ist angenehm und erholsam und wer eine Badewanne sein eigen nennt, möchte sie gelegentlich auch nutzen. Allerdings sollte man beachten, dass beim Duschen wesentlich weniger Wasser verbraucht wird als beim Baden. Wie groß der Unterschied ist hängt natürlich davon ab wie lange man duscht. Aber selbst eine Viertelstunde unter der Brause zu stehen verbraucht nur ein Viertel der Wassermenge die ein Bad benötigt.


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Sparduschkopf:

Ein spezieller Wasserspar-Duschkopf reduziert den Wasserverbrauch beim Duschen durch die Beimischung von Luft um bis zu 35%. In gut sortierten Baumärkten sind diese Duschköpfe bereits ab 20€ erhältlich. Für die Montage ist weder ein Klempner noch besonderes handwerkliches Geschick erforderlich, da der Duschkopf einfach mit einem Schraubgewinde an den Duschschlauch geschraubt wird. Selbst bei einem Ein-Personen-Haushalt, sind die Anschaffungskosten bei einer täglichen Duschzeit von ca. 15 Minuten bereits nach zwei Monaten eingespart.


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Durchflussbegrenzer:

Ein Durchflussbegrenzer ist ein kleiner Stahlregler, der entweder direkt am Wasserhahn oder aber vor dem Duschkopf montiert wird. Er verringert die durchfließende Wassermenge und hilft dadurch Wasser einzusparen (bis zu 50%). Ein Komfortverlust ist nur wenig zu befürchten, da durch die Beimischung von Luft das Volumen des Wasserstrahls erhalten bleibt. Durchflussbegrenzer sind ab 5€ im Baumarkt erhältlich. Kommt ein Durchlauferhitzer zum Einsatz, ist von der Montage allerdings abzuraten, da in diesem Fall der normale Wasserdruck nicht verändert werden darf. Der Einbau ist nicht wirklich schwierig, erfordert aber etwas mehr Geschick, als die Montage eines Sparduschkopfes.


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Wasser sparen im Garten


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Regenwasser nutzen:

Gartenpflanzen sollten grundsätzlich mit Regenwasser und nicht mit Leitungswasser gegossen werden. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch für die Pflanzen besser. Regentonnen gibt es je nach Größe schon ab ca. 20€ im Baumarkt.


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Rasen weniger wässern:

Wird eine Rasenfläche in den heißen Trockenperioden des Sommers über längere Zeit nicht bewässert, so verliert sie schnell ihr frisches Grün. Eingehen tun die Rasengräser davon allerdings nicht. Die Wurzeln der Gräser überleben durchaus auch längere Dürrephasen und die grüne Färbung stellt sich nach dem nächsten Regen schnell wieder ein. Im Grunde braucht ein Rasen in mitteleuropäischen Gefilden eigentlich überhaupt nicht künstlich bewässert werden. Wer dennoch großen Wert auf ein satt-grünes Erscheinungsbild des Rasens legt, sollte erwägen ihn weniger zu wässern. Ein- bis zweimal die Woche ca. 15 - 20 Liter pro Quadratmeter reichen völlig aus. Wird häufiger gewässert, bilden die Gräser nur sehr kurze Wurzeln aus und werden in der Folge schneller gelb.


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Eine grüne Rasenfläche macht
optisch viel her. Allerdings benötigt
man dafür bis zu 40 Liter Wasser pro
Quadratmeter in der Woche



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Hacken statt Gießen:

Eine alte Gärtnerweisheit lautet: „Einmal Hacken erspart dreimal Gießen“. Der Hintergrund ist folgender: Durch Verdunstung von Wasser im Boden entstehen winzige kleine „Röhrchen“, auch Kapillaren genannt. Durch diese kann weiteres Wasser nun immer schneller verdunsten. Die Bearbeitung des Bodens mit einer Hacke zerstört diese Kapillaren und reduziert so die Verdunstung.


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Abends Gießen:

Freilandpflanzen sollte man im Sommer immer erst Abends gießen. Andernfalls würde durch die starke Sonneneinstrahlung ein großer Teil des Gießwassers sinnlos verdunsten. Außerdem können Wassertropfen auf den Blättern im Hochsommer wie eine Lupe wirken und zu Verbrennungen führen.


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Mulchen:

Ein Mulchschicht auf Pflanzenbeten reduziert ebenfalls die Verdunstung des Wassers im Boden. Ein zusätzlicher Effekt ist, dass auf der Mulchschicht keine Unkräuter sprießen.



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